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14.08.2019
SPD zum Firmenbesuch bei Fußboden-Wagner

 

                                                                                                                             Wehrheim, den 08.08.2019

Pressemitteilung des Ortsvereines und der Fraktion              

SPD zum Firmenbesuch bei Fußboden-Wagner

Da staunten die Genossinnen und Genossen nicht schlecht, als sie die Firma Fußboden-Wagner im Rahmen ihrer Ferienfraktion am vergangenen Samstag, 03.08.2019 im Gewerbegebiet am Bahnhof besuchten. Fraktions- und Vorstands-mitglied Heidrun Mony brachte es auf den Punkt: „Dass es Garagenfirmen gibt, das wussten wir ja, aber dass es auch Kuhstallfirmen gibt, das lernen wir heute“.

In der Tat entstand die Firma Fußboden-Wagner 1967 aus der Obernhainer Milchküche aus einem Kuhstall heraus, wie Andreas Reiling, der Inhaber, den ca. 20 interessierten SPD-Fraktions- und Vorstandsmitgliedern auf seine schwungvolle und engagierte Art berichtete.

Der Firmengründer arbeitete bei einem Unternehmen, dass Verkaufsanhänger herstellte und diese mit PVC Belag ausstattete. Daraus entstand eine Nachfrage von Nachbarn, die nach Feierabend bedient wurde. Mit 3 Rollen PVC startete das Unternehmen. Der Verkauf fand samstags im Kuhstall statt. Damit war ab 1967 der Verlege-Service von Fußböden geboren.

Dieses Geschäft erweiterte sich schnell und der besagte Kuhstall musste zügig zu einem Büro – mit Einbau eines Paternosters – für die expandierende Firma umgebaut werden. Zumal da 1970 die Produkt-Palette um Teppichböden und Tapeten erweitert wurde.

Diese rasante Expansion mündete durch einen Ankauf von einem Gewerbe-grundstück 1979 in die Eröffnung eines neuen, größeren Firmen-Standortes im Wehrheimer Gewerbegebiet in der Industriestr. – direkt neben der Tankstelle.  

Dort wurde am Samstag die SPD-Ferienfraktion inmitten der Gardinenabteilung empfangen. Diese wurde 1990 gegründet und wird aktuell von Frau Kerstin Diefenbach mit weiteren 3 Mitarbeitern geführt. Auf die Frage von SPD-Chefin Judith Heck, „ob Ado noch die Goldkante hat“, nickt sie lächelnd und stellte kommentarlos ein in Plastik gegossenes Muster des wohl bekanntesten Gardinensaums seit es Werbung gibt vor die überraschte SPD-Frau hin.  

Die Hinzunahme der Gardinenabteilung war laut Andreas Reiling ein mutiger Schritt – muss sich die Firma inzwischen doch durch die Konkurrenz der Baumärkte und des Onlinehandels solche Investitionen wohl überlegen.

„Wir punkten mit Erfahrung, Rundum-Dienstleistung und Service“  so Andreas Reiling, dem der Stolz auf sein Unternehmen im Gespräch anzumerken ist. „Wir haben in einem Radius von ca. 50 km Reichweite überaus zufriedene Kunden, die gerne immer wieder kommen – weil wir Qualität bieten“. Dies lässt auch keinen Preiskampf mit den Baumärkten zu, da können wir nur verlieren“, so Reiling. „Wo sonst können sie einen Gardinenwasch-Service bekommen, der abhängt, wäscht und wieder aufhängt“ fragt Frau Diefenbach. Gleiches gilt natürlich auch für Raffrollos, die in großer Auswahl ebenfalls vor Ort erhältlich sind.         

Ein besonderer Pluspunkt des geräumigen Firmenstandortes in der Industriestraße 4 ist seine Barrierefreiheit. Andrea Pfäfflin, SPD-Kreistagsmitglied und ihres Zeichens auch ehemalige, langjährige Wehrheimer VdK-Vorsitzende regte an,  sich um die vom VdK zu erhaltende Plakette für Geschäftsräume zu bewerben.   

„Die Produktauswahl ist immer wieder Moden unterworfen, bei denen man ein feines Gespür und Erfahrung besitzen muss, welchen Trend man umsetzt und wo man sich besser zurückhält‘“ so Reiling.  

„Der lange Zeit durch Hausstauballergien und Milben fast in Verruf geratene Teppichboden kommt wieder, für Büros ist und war er aus Schallschutzgründen immer erste Wahl“ so Reiling, denn Laminat ist laut und wasserempfindlich –  aber  Teppichboden muss verklebt werden, um als fachgerecht verlegt zu gelten.

Neu für Teppichböden ist das Material „Maisfaser“ sowie Teppichböden der Marke „Evonyl Healthy Seas“, die aus 100 % recycelten Fischernetzen (4 -5 Schiffe sammeln die Netze hierfür vom Meeresgrund ein) und deren Rückseite aus ebenfalls recycelten PET-Flaschen besteht. Eine Entwicklung, die besonders die Öko-Aktivisten in der SPD-Fraktion gerne sahen, noch dazu sind beide Materialien problemlos Fußbodenheizungs-tauglich. „Und was Parkett  angeht,  kennen Sie alle den Weg von Ahorn zu Buche zu  Eiche“ so Reiling.    

„Doch aktuellster Trend sind neue Vinyl-Design-Beläge, bei denen es selbst uns Profis schwer fällt, ihn von echtem Holz zu unterscheiden“ gibt Reiling zu. Sie enthalten unbedenkliche Ersatzweichmacher, die aus der Medizintechnik kommen und werden vornehmlich aus Asien importiert.

Es gibt schwimmendes und Klebe-Vinyl, allerdings noch keine langjährigen Erfahrungswerte über Vinyl mit Holzträger (zur Verarbeitung), ein Grund für die Firma Fußboden-Wagner vorsichtig da ‚ran zu gehen. „Das Ersatzlaminat aus Vinyl machen wir ungern, weil wir einfach nicht daran glauben, dass des arbeitende Material Holz, das Temperatur- und Feuchtigkeits-empfindlich ist, sich in Verbindung mit Kunststoff problemlos verarbeiten lässt“, so Reiling. Und auf die saubere Verarbeitung kommt es uns  und unseren Mitarbeitern an.“

Apropos Mitarbeiter: Aktuell hat die Firma Fußboden-Wagner 20 feste Mitarbeiter und kommt mit festen Sub-Unternehmern, mit denen schon lange Zeit zusammengearbeitet wird, auf 35 Mitarbeiter. „Wir haben zwischen den Gewerken oft eng getaktete Termine, da können wir keine sturen 07:00 – 16:00 h Leute gebrauchen“, so Reiling, der das Engagement, das er selbst lebt, auch von seinen Mitarbeitern erwartet.

Natürlich fragten die SPDler auch nach dem Thema „Ausbildung“. Vorsichtig formulierte Reiling, „wir machen hier nach eher gemischten Erfahrungen erstmal eine Pause“. „Auch der Versuch mit einem anfangs durchaus vielversprechenden Asylbewerber verlief nicht wie gewünscht“, berichtet er.

 „Wir versuchen es jetzt mal mit Praktikanten, denn auch schlechte Schüler können gute Handwerker werden. Wir sind offen für Quereinsteiger und geben jedem eine faire Chance. Einer von den ersten Quereinsteigern ist jetzt schon  35 Jahre bei uns“ so Reiling. Ausgebildet werden die Berufe Raumausstatter, Bodenverleger und Parkettleger mit 3jähriger Lehrzeit. „Für eine kfm. Ausbildung ist unser Büro leider einfach räumlich zu klein“, so Reiling.

Zu guter Letzt von Peter Artzen, SPD-Ortsvorstand, danach gefragt, was Reiling sich von der Gemeinde wünscht bzw. wo er sich Verbesserungen vorstellen könnte, war erstmal ein Aufatmen bei den Verantwortlichen in Fraktion und Gemeindevorstand zu spüren, denn:

Der Unternehmer, der selbst mit 16 Jahren aus Bad Homburg nach Wehrheim-Obernhain gekommen ist,  ist durchaus zufrieden mit der Wehrheimer Gewerbepolitik und dem Standort als solchen. „Wir haben ein gutes Einvernehmen mit der Gemeinde und wir schätzen die kurzen Wege; wir verstehen uns auch nicht unbedingt als Konkurrenz, selbst wenn wir – wie im Falle der Firma Christ – im selben Segment unterwegs sind. Und die Firma Nexiu hilft uns, eine vernünftige Internet-Anbindung zu realisieren“ so Reiling.

 „Beides übrigens Firmen, die die SPD vor Jahren ebenfalls schon als Ferienfraktion besucht hat“ so Heidrun Mony. 

Einziger Juckepunkt ist die Stagnation bei den Arbeiten an der neuen Wache im Munitionsdepot, sagt Reiling. „Da feiern wir bald einjähriges von Angebotsabgabe und –annahme für deren Fußboden, aber es tut sich nichts“ so Reiling. Was  natürlich eine kleine Diskussion zu Für und Wider der gemeindlichen und europäischen Vergabepraxis mit den Anwesenden nach sich zog.   

Der Gewerbeverein, in dessen Vorstand Reiling lange an verantwortlicher Stelle tätig war und wo er – O-Ton – „einen guten Nachfolger“ gefunden hat, ist seiner Meinung nach gut vernetzt und ca. 60 – 70 % der Wehrheimer Firmen sind Mitglied, das findet er eine gute Abdeckung. „Auch wenn wir bei der Gewerbe-schau – die nächste steht zusammen mit dem 40jährigen Jubiläum des Gewerbevereins am 16./17. Mai 2020 an – „nicht unseren Aufwand quasi in Form von Aufträgen wieder verdienen, wollen wir bei dieser Leistungsschau des Wehrheimer Handels und Handwerks auf keinen Fall fehlen“, so Reiling.           

„Ich sehe ja in Obernhain, wie viele Neubürger gar nicht wissen, welche Firmen und Dienstleistungen in Wehrheim alle zu finden sind“ sagt Reiling.  

Noch dazu, wo sich bis dahin ein lang gehegter Traum des Firmenchefs als zweiter Geschäftszweig erfüllt hat, nämlich die in unmittelbarer Nähe im Gewerbegebiet im Bau befindliche Auto-Waschstraße. Deren Bodenplatte kann man bereits sehen, auch ein Gerüst lässt schon jetzt Größe und Umfang erahnen.

„Bis es dann im Frühjahr 2020 richtig los geht, können wir noch Kinderkrankheiten ausmerzen und den Betrieb optimieren, dann steht den Wehrheimerinnen und Wehrheimern ein zusätzlicher, sehr nachgefragter Service vor Ort zur Verfügung“, sagt Reiling.

Aber auch wenn nach der gesamten Raumausstattungs- und Markisen-Palette nun noch eine Autowaschstraße im Angebot dazu kommt, wird der Name „Fußboden-Wagner“ schwer zu ändern sein. „Wer gibt so einen eingeführten Unternehmens-namen mit gutem Klang bei seiner Kundschaft schon leichtfertig auf“  sagt Reiling.  

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, mit der Firma Fußboden-Wagner seine Wohnung oder sein Haus zu verschönern, ob mit Fußbodenbelag, Markise,  Gardinen und/oder Rollos, sollte mit 6 – 8 Wochen Lieferzeit rechnen.

Und zwei Teilnehmerinnen der Ferienfraktion wurden direkt anschließend zu Kundinnen – so hat sich der Besuch für beide Seiten auf alle Fälle gelohnt.    

Judith Heck

Auf der Mauer 3, 61273 Wehrheim

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