Neuigkeiten

18.01.2017
Diskussion zum S-Bahn-Ausbau

Fährt die S-Bahn demnächst durch mein Wohnzimmer?

 

Die SPD-Wehrheim hatte zu einer Diskussion zum S-Bahn-Ausbau ins Bürgerhaus Wehrheim für Montag, 16. Januar 2017 um 20:00 Uhr eingeladen. Die Frage eines Teilnehmers an diesem Abend, ob demnächst die S-Bahn durch sein Wohnzimmer fahre, war deutlich zugespitzt und gab doch die Befürchtungen nicht weniger Anlieger der Bahn wider.

Doch bevor die Diskussion begann, hatte die Vorsitzende der SPD-Wehrheim, Judith Heck, noch eine angenehme Pflicht zu erfüllen. Anlässlich der jährlichen Aktion der Wehrheimer SPD zum Nikolaustag am Bahnhof wurden diesmal Flyer ‘mit Inhalt’ verteilt. Wer sich mit dem Thema S-Bahnausbau beschäftigte und die Karten ausgefüllt in die Box am Bahnhof einwarf, konnte einen von drei Einkaufsgutscheinen des Gewerbevereins Wehrheim im Wert von 20,– € gewinnen. Zum Abschluss der Weihnachtswanderung des Ortsvereines wurden die Gewinner gezogen: Theo Droß, Klaus Görmann und Michael Early. Theo Droß konnte den Gutschein aus gesundheitlichen Gründen nicht an diesem Abend entgegennehmen und bekam ihn deshalb schon vorab überreicht. Klaus Görmann und Michael Early erhielten die Gutscheine zu Beginn des Abends überreicht.

Danach (Anschließend) wurde das Thema S-Bahn-Ausbau intensiv diskutiert. Durch die beiden Vertreter aus Wehrheim im Verkehrsverband des Hochtaunuskreises (VHT), Heidrun Mony (SPD) und Dirk Sitzmann (Grüne) erfolgte eine kurze Erläuterung zum aktuellen Stand der Planungen. Danach hat der VHT den grundsätzlichen Beschluss gefasst, die Strecke zwischen Friedrichsdorf und Grävenwiesbach mittel- bis langfristig zu elektrifizieren und in Teilen zweigleisig auszubauen. An diesem Abend interessierte jedoch ganz speziell der Bahnabschnitt innerhalb Wehrheims.

Deutliche Kritik kam von einigen direkten Anwohnern: Fehlende Transparenz wurde bemängelt und vermutet, dass die Kosten-/Nutzenanalyse nur oberflächlich durchgeführt worden sei. O-Ton eines Anwohners: Und Verspätungen im S-Bahn-Verkehr sollten nicht ‘therapiert’, sondern vermieden werden“. Kritisch angemerkt wurde auch, dass die Frage gestellt werden müsse, ob ein zweigleisiger Ausbau für die gesamte Strecke zwischen Friedrichsdorf und Grävenwiesbach zwingend erforderlich sei.

Ein Vorschlag zur Verbesserung war, dass Verspätungen durch sog. ‘bewegliche Begegnungsstätten’ minimiert werden könnten.

Diskutiert wurden auch Alternativen, wie z. B. den Ausbau am Bahnhof Saalburg in Richtung Köppern vor der Talbrücke zu beginnen Am Ende des Abends und nach vielen Argumenten ‘pro und contra’ Ausbau gab es eine Anregung, der alle zustimmten: Zwingend notwendig ist eine Info-Veranstaltung durch den VHT mit Plänen und Sachverständigen der Bahn, die weitergehende Fragen beantwortet.