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17.03.2011
SPD beklagt “geistigen Diebstahl” durch die CDU

Seit einer Legislaturperiode bestimme die CDU in Wehrheim die konkrete Politik und bediene sich dabei fortwährend der Ideen der sozialdemokratischen Opposition. Allerdings stets mit einiger Verspätung und ohne die wahren Urheber zu benennen. Helmut Bruns, Vorsitzender derr Wehrheimer SPD, beklagt zwei aktuelle Beispiele.

Im November 2009 habe die CDU den vom Wehrheimer BUND-Verband initiierten und von der SPD und den Grünen eingebrachten Antrag rigoros abgelehnt, die gemeindeeigenen Liegenschaften und Anlagen mit Strom aus erneuerbaren Quellen zu versorgen. Die ungeprüfte Begründung lautetet damals: „zu teuer“.

 Jüngst aber habe sich Bürgermeister Sommer (CDU) mit der Nachricht geschmückt, dass die Süwag ab Jui 2011 Ökostrom für alle gemeindlichen Liegenschaften liefere.    Beispiel zwei: Vor genau einem Jahr habe die CDU den Antrag der SPD abgeschmettert, Schritt für Schritt den Anteil an sogenanntem „Totholz“ im Wehrheimer Wald zu vergrößern und ohnehin forstlich grenzwertige Flächen aus der Bewirtschaftung herauszunehmen. Kürzlich billigte der Umweltauschuss mit den Stimmen der CDU grundsätzlich all jene SPD-Wünsche, die 2010 im „Jahr der Biodiversität“ von der Mehrheitsfraktion abgelehnt worden waren. Die Pläne dafür hat das Forstamt Weilrod entwickelt. Sie sollen dauerhaft empfindliche Lebensräume schützen, ökologisch wertvolle Bereiche vernetzen und neue Biotope herstellen.   Bestimmte Waldflächen in Pfaffenwiesbach sollen aus der forstlichen Nutzung genommen werden.

Und auch in diesem Fall hätten die Christdemokraten den Hinweis auf die geistige Urheberschaft der SPD verschwiegen. Die SPD beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit dem Wehrheimer Wald, der die Hälfte der Gemarkung bedeckt. „Wir sind ja froh, dass die CDU endlich auch unseren Erkenntnisstand erreicht hat, wir bedauern aber, dass wieder einige Jahre ungenutzt verstrichen sind“, sagt Parteichef Bruns.