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16.02.2011
2011 ist das internationale Jahr der Wälder

Die Vereinten Nationen haben mit der Erklärung des Jahres 2011 zum „Jahr der Wälder“ eine globale Schutz- und Fürsorgeforderung formuliert. Sie wird allerdings nur wirksam, wenn sie auf allen Kontinenten auch lokal erkannt und durchgesetzt wird. Die Wehrheimer SPD meint, dass Wehrheim als Waldgemeinde mit gutem Beispiel in der Region vorangehen sollte. Mit 1325 Hektar ist die Hälfte der Wehrheimer Gemarkung von Wald bedeckt.

Schon seit Jahrhunderten verstehen die Wehrheimer ihren Wald als einen zu pflegenden Schatz, der Rohstoffe liefert und regelmäßige Einnahmen garantiert. In der Gegenwart und noch mehr in der Zukunft wächst seine Bedeutung als Naherholungsgebiet, als Reservoir für sauberes Wasser, als Filteranlage für verschmutzte Luft und als Ort der biologischen Vielfalt.

Die Art und Weise, wie wir heute unseren Wald bewerten und bewirtschaften, werden unsere Kinder und Kindeskinder genießen dürfen oder erleiden müssen. Erst in hundert Jahren werden die Fehler sichtbar, die heute gemacht werden. Der Wehrheimer Wald muss daher mehr denn je im Fokus der Gemeindepolitiker stehen. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund des unbestreitbaren Klimawandels.

In der Vergangenheit haben sich die Wehrheimer Sozialdemokraten mehrfach mit der Zukunft unseres Waldes beschäftigt. Eine zentrale Forderung war immer wieder, den Überbesatz an Rotwild zu mindern. Die durch diese Waldtiere verursachten Schäden (Wildverbiss) sind besorgniserregend.

Sie gefährden ernsthaft die durch die zweifache Zertifizierung unseres Waldes erhoffte Nachhaltigkeit der Holzwirtschaft. Die durch Verbiss entstehenden Schäden werden erst bei der Holzernte in Jahrzehnten sichtbar. Die SPD verlangt, dass die Jägerschaft endlich entschlossen den Wildbesatz auf ein ökologisch und wirtschaftlich akzeptables Maß verringert.

Da unsere Wälder nicht nur Nutz- und Brennholz liefern, sondern auch Heimstatt einer riesigen Vielfalt von Säugetieren, Vögeln, Insekten, Pilzen und Flechten sind, wiederholt die SPD ihre Forderung, Schritt für Schritt den Anteil an naturbelassenen Bereichen zu erhöhen. Das durch die FSC-Zertifizierung geforderte Mindestziel von fünf Prozent der gesamten Waldfläche sollte im Verlaufe der nächsten Jahre auf zehn Prozent erhöht werden.

Die Wehrheimer Bevölkerung des Jahres 2050 oder 2080 wird uns Zeitgenossen dafür dankbar sein, prognostizieren die Sozialdemokraten.

Für den Vorstand der SPD Wehrheim

Helmut Bruns