Mit welch großem Engagement die Wehrheimer Sportler bei der Sache sind, lässt sich unschwer an der Tatsache erkennen, dass sich am vergangenen Wochenende zwölf ehrenamtliche Helfer der ´TSG Wehrheim auf dem Sportplatz am „Oberloh“ eingefunden hatten, um den Platz für kommende Wettkämpfe „fit“ zu machen.
Davon konnten sich jetzt zahlreiche Mitglieder der Wehrheimer SPD-Fraktion bei ihrer Sportstättenbesichtigung überzeugen. Bereits Im Dezember 2006 hatte die SPD-Fraktion mit einem Antrag zum Sportplatz Oberloh, dabei ging es um eine Anschubfinanzierung für eine neue Laufbahn, die Diskussion um die Entwicklung der Wehrheimer Sportstätten auf die Tagesordnung gesetzt.
Es folgten kontroverse Diskussionen in der Wehrheimer Gemeindevertretung. „Insbesondere führende Vertreter der CDU-Fraktion wollten sich der vertraglichen und sozialpolitischen Verpflichtung gegenüber der TSG-Wehrheim entziehen“, erinnert sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Kuno Leist.
Obwohl von der Gemeindverwaltung durch Jürgen Schneider ein hervorragender Sportstättenplan erstellt worden sei, so Leist weiter, hätte es die CDU-Fraktion für erforderlich gehalten, 10.000 Euro für eine externe sportwissenschaftliche Beratung auszugeben.
In gemeinsamen Workshops von Vereinen, Politik und Verwaltung sei über die weitere Entwicklung der Vereinsarbeit und der Sportstätten beraten worden. „Als wesentliches Ergebnis der Beratung kündigte der Bürgermeister gegenüber der Öffentlichkeit an, Mittel aus den Konjunkturprogrammen von Bund und Land, die Wehrheim zustünden, für die Erneuerung der Sportstätten einzusetzen“, sagte Leist.
Zur Vorbereitung der Diskussion in der Gemeindevertretung am 24. April hat die SPD-Fraktion unter Leitung von Kerstin Mony und Walter Simon, beide vertreten im Ausschuss Soziales, Jugend, Sport und Kultur die SPD-Fraktion, die Sportanlagen in Friedrichsthal, Pfaffenwiesbach und Wehrheim nun besichtigt.
In Friedrichsthal stand die Ortsvorsteherin Gitta Wied (SPD) Rede und Antwort. Danach wurde in Pfaffenwiesbach mit Walter Simon in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der TSG – Pfaffenwiesbach und mit Jens Buske von der Abteilung Fußball sowie Jugendwart Gerhard Strohmann die Sportplatz-Situation eingehend erörtert. Die SPD-Fraktion unterstützt dabei die TSG Pfaffenwiesbach mit ihrem Wunsch, das Sportfeld auf einen modernen Kunststoffrasenplatz umzurüsten.
Abschließend stand der Besuch der Sportanlage Oberloh in Wehrheim auf dem Programm. Vor Ort erläuterte Vorstandsmitglied Otto Schleicher für die TSG Wehrheim den Genossinnen und Genossen die besonderen vertraglichen Verpflichtungen der Gemeinde gegenüber dem Verein, gab darüber hinaus Informationen zur Größenordnung der TSG, hier insbesondere zu der Fußball- und zur Leichtathletikabteilung.
Diskutiert wurde auch das Verhältnis zwischen Breiten- und Leistungssport. Auch zum angekündigten finanziellen Engagement der Gemeinde über die Verwendung Mittel der aus Konjunkturprogrammen gab es seitens der TSG zahlreiche Informationen.
So möchte der Verein mit der geplanten Modernisierung der gesamten südlichen Sportanlage (Rasenplatz, Lauf- und Sprungbahnen) ein neues Gebäude in Eigenleistung erstellen. Dort sollen Geräte, Zeitmessanlagen und die Wettkampfleitungen ihren Platz finden.
Nach der Sportstättenbesichtigung zog SPD-Fraktionschef folgendes Fazit: „Unser Antrag aus 2006 hat die Diskussion um die Modernisierung der Wehrheimer Sportplätze ins Rollen gebracht. Die CDU musste erkennen, dass es bei der Sportstätten-Diskussion nicht nur um viel Geld geht, sondern dass hier ebenfalls eine große soziale und gesundheitsfördernde Verantwortung gegenüber den Vereinen und den Bürgerinnen und Bürgern im Raum steht. Dass die Sportanlage in Obernhain im letzten Jahr auf Grund unserer Besichtigung im Sommer 2008 wieder instandgesetzt wurde ist ein Beweis, dass sich hartnäckige Oppositionsarbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger lohnt“.